Selbsthilfegruppe-UNIKAT-Hannover 

Selbsthilfegruppe Eltern und Angehörige von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die anders sind.

GKV-Selbsthilfe-Förderung

Was macht unsere Kinder so besonders?

Unsere Kinder sind hochintelligent und hoch sensibel, Gerechtigkeit ist ihnen sehr wichtig. Sie können gut reden und andere von der Wahrheit ihrer Worte überzeugen. Oft haben sie Störungen in der Affektregulation, neigen zu Aggressionen. Sie haben oft eine geringe Frustrationstoleranz und sind  nicht fähig, gute, gesunde und dauerhafte Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Manche haben massive Ängste, die es ihnen unmöglich machen, eine Schule zu besuchen und / oder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie suchen oft Kontakt zu wesentlich jüngeren Kindern oder Gleichaltrigen, die ihnen unterlegen sind. Meist bestehen Konzentrationsprobleme, und es existiert herausforderndes Verhalten.
Weil sie oft eine verzerrte Selbsteinschätzung haben, suchen sie die Schuld für ihre Probleme in ihrer Umwelt, oft bei uns Eltern.
Sie wollen oder können oft nicht erkennen, dass sie Probleme haben und schieben uns Eltern ihre Probleme und / oder die Schuld für ihr Verhalten zu.

Unsere Kinder leiden!

 

  • Depressionen
  • Angststörungen z.B. Sozialphobien
  • selbst verletzendem Verhalten z.B. Sucht, ritzen
  • Schizophrenie (Wahnvorstellungen Denk-, Affekt und Verhaltensstörungen)
  • Psychosen (schwere psychische Störungen, bei denen Betroffene zeitweise den
     Bezug zur Realität verlieren)
  • Bipolaren Störungen (manische und depressive Stimmungsschwankungen)
     

Was belastet uns als Eltern besonders?

Wir haben oft schon früh bemerkt, dass unser Kind anders ist, werden oft aber nicht ernst genommen sondern vertröstet, und haben alle schon einen langen Weg hinter uns, bis wir der Tatsache: “Ja, mein Kind ist psychisch krank!“ nicht mehr aus dem Weg gehen können. Wir gehen oft jahrelang weit über unsere eigenen Grenzen hinaus. All das, was die psychische Erkrankung eines Kindes an Schwierigkeiten mit sich bringt, belastet unsere gesamte Familie oft jahrelang rund um die Uhr sehr. Wir werden oft in die Schule einbestellt, haben schon viele Therapiesitzungen unserer Kinder mit begleitet und im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr viel versucht. Die Ohnmacht und Hilflosigkeit, die wir tagein, tagaus erleben müssen, belasten jede Mutter und jeden Vater sehr. Uns beschäftigt immer wieder die Frage: Was haben wir falsch gemacht? Kaum ein Außenstehender auch aus unserer eigenen Familie versteht unsere Probleme, oft werden sie bagatellisiert, “früher gab es so was nicht”. Eigene frühere Sozialkontakte brechen nicht selten weg. Geschwisterkinder bekommen keine Hilfe, leiden aber sehr unter den Belastungen. Unsere Partnerschaften zerbrechen oft, weil wir keine Kraft mehr haben, sie zu leben.